Eines für alles: Daten sammeln mit Note CaseEines für alles: Daten sammeln mit Note Case
Tausende Programme, Tools und Plugins sind für Linux erhältlich, für fast jeden Anwendungszweck. In der Rubrik „Softwareperlen“ stellen wir Euch kleine Schätze vor, die wir eher zufällig finden, nützlich sind und mehr Beachtung verdienen. Heute: Note Case – der Notizensammler
Unter Windows gibt es das Programm CUEcards, unter KDE KnowIt. Mit diesen Programmen lassen sich einfach und schnell alle mögliche Arten von Texten archivieren und stehen schnell wieder zur Verfügung. Unter Gnome suchte ich lange ein Äquivalent, bis ich dann endlich Note Case fand. Das Programm ist in den Ubuntuquellen vorhanden, ich empfehle aber die neueste Version von der Webseite zu installieren. Es sind entsprechende Ubuntu-Pakete vorhanden. So kommt man auch zu einer deutschsprachigen Oberfläche und weiteren kleinen Annehmlichkeiten.
Besonderheiten dieser Programme
Eines haben diese Programme gemeinsam. Es lassen sich wie im Dateimanager mit Ordnern beliebige Hierarchien anlegen und darin können die Notizen gesammelt, zusammengefasst und nach Themen sortiert werden. Und all das funktioniert ebenso einfach wie im Dateimanager!
Vorteile
Auf diese Weise lassen sich in einem Programm z.B. Rezepte sammeln, Codeschnipsel, Ideen, Links und vieles mehr. Und das wichtigste: Es ist nur eine Datei im Ordner des Anwenders, die man ins Backup mit einbeziehen sollte! In Note Case können neben Text auch Bilder eingefügt und Dateien angehängt werden. Das macht dieses kleine Tool noch wertvoller. Außerdem können Tags vergeben werden (über die Eigenschaften) und eine Suchfunktion hilft bei umfangreichen Sammlungen.
Hinweis: Für eingefügte Bilder habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, diese wieder separat abzuspeichern. Wenn man sich diese Möglichkeit offen halten will, sollte man die Bilder als Anhang hinzufügen!

Screenshot des Programms Note Case
Bedienung
Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da die Bedienung nun wirklich sehr einfach ist. Eine neue Notiz legt man mit Rechtsklick im linken Fenster an. Soll diese „Notiz“ als Container für weitere Notizen dienen, so klickt man erneut darauf und wählt „Kinderknoten einfügen“- eine recht eigenwillige Übersetzung von „Insert Childnote“.
Über die Eigenschaften der Notiz oder des Containers können entsprechende Symbole zugeordnet werden. Hier ist übrigens in der neuen Version die Möglichkeit da, ein Standardsymbol festzulegen. Einfach mal unter Einstellungen nachschauen.
Tipp 1: Sollte die neue Version nicht in deutscher Sprache erscheinen, dann geht in die Einstellungen und dort ins Register Global und setzt ein Häkchen neben Spracheinstellungen des Systems verwenden. Nach einem Neustart sind die Menüs in deutsch, wenn auch teilweise mit merkwürdigen Übersetzungen.
Tipp 2: Über den Linkassistenten können auch Querverweise innerhalb der Notizen angelegt werden! Damit ist die Verwaltung großer Datenmengen ein Kinderspiel und das Programm wirklich einen Blick wert! Viel Spaß!
Sehr feines Tool. Dank für den Tip.
Note Case verwende ich auch sehr gerne. Der Export eingefügter Bilder ist übrigens problemlos möglich:
a) Rechtsklick auf das Bild, „Save Picture“ – oder:
b) File → Export → Selected branch → Speicherort und Dateiformat (z.B. HTML) wählen, dort wird dann auch das Bild mit abgelegt
Verwendet man Note Case als „Zettelkasten“ und braucht also immer dasselbe Dokument, stellt man unter Edit → Options → Startup die Option „Reload last used document“ ein.
Ein weiterer Vorteil des Programms ist, daß es auch eine Windows-Version gibt – sehr praktisch für Dualboot-Systeme.
Hallöchen,
ich kann hier allen nur das Desktop Wiki – ZIM empfehlen,
gleiche Features + TODO Liste und Kalender
@Admin dieser Site:
(Gibt es übrigends einen Artikel drüber im Aktuellen LinuxUser Magazin 4⁄09
)
Vllt ist zim sogar einen Blogeintrag wert
Antwort: Danke für den Tipp, ich schaue mir das gerne mal an. Übrigens, wir nehmen auch gerne Beiträge von Gastautoren. Na, Interesse?