Hoffentlich kein Aprilscherz: Commodore comes back!Hoffentlich kein Aprilscherz: Commodore comes back!

Bild.de gehört beileibe nicht zu meinen Lieblingsquellen. Als aber über Google News diese Meldung reinkam:Der C64 kommt zurück! …als leistungsstarker Tastatur-PC von Commodore USA“ musste ich das lesen. Und ich gestehe, die Idee hat mich fasziniert. Ein PC im überarbeiteten Look and Feel des C64 bzw. Amiga 500 hat doch etwas. Erst letztens stand ich im hiesigen Elektronikmarkt vor einem PC, der komplett im Monitor integriert war, Apple-Computer in diesem Design gibt es ja schon länger. Auch wenn das sehr modern und edel aussieht, finde ich es nicht so prickelnd, z.B. wegen Monitorproblemen gleich den ganzen PC wegzugeben. Der neue Commodore hingegen ist auch platzsparend und ebenso ein Hingucker:

Wenn man sich die Konfiguration auf der Webseite anschaut (auf Configure klicken), wird man ebenfalls angenehm überrascht. Ausgeliefert wird der PC mit Ubuntu, Windows 7 ist optional erhältlich – und nicht anders herum! Weiterhin soll auf dem Gerät das MacOS ebenso laufen wie das AmigaOS  und noch einige andere Betriebssysteme.

Aber ich gebe es zu, ich bin auch ein klein wenig skeptisch, wenn ich die Webseite anschaue. Sie sieht etwas unreif aus, es wird aber fleißig daran gearbeitet. Und es ist auch nicht klar, ob die Bilder einen Prototypen zeigen oder ob es sich hier um eine Attrappe handelt. Auch stehen noch keine Preise fest, der Shop soll im Juni 2010 Online gehen.

Die Idee hingegen finde ich toll! Gerade die alten Hasen unter uns, die mit C64, Amiga oder Atari aufgewachsen sind, werden feuchte Augen bekommen und bei einem fairen Preis wird das Gerät auch Abnehmer finden. Oder was meint Ihr? Ich drücke den Leuten dahinter auf alle Fälle ganz fest die Daumen, es wäre doch schön, wenn dieses Projekt dem Namen Commodore zu neuem Glanz verhilft!

Kommentare
  1. zerwas meint am

    Ich finde es nicht so prickelnd, z.B. wegen Tastaturproblemen gleich den ganzen PC wegzugeben. ;-)

    Im Ernst, mal schauen, was das Stück kosten wird, dann kann man weitersehen.

  2. stfischr meint am

    Hm, ein Laptop ohne Bildschirm und Akku, wenn er sich preislich an normalen Desktop-PC orientiert könnte es was werden. Ich persönlich hab lieber ne kleine, leichte Tastatur.

    > wegen Monitorproblemen gleich den ganzen PC wegzugeben

    Seltsames Argument, was machst du denn bei ner defekten Tastatur?

    Antwort: Beim Amiga gab es die Tastatur als Ersatzteil und die konnte man selbst austauschen. Bis das Ersatzteil da ist, kann man eine separate Tastatur anschließen. Beim Monitor sehe ich mehr Probleme.

  3. Mathias meint am

    Der C64 hatte seinen Charme deshalb bis heute erhalten, weil er viele Computer-Fans damals an die Materie herangeführt hat und mit seinen gigantischen 64k RAM und ganzen Erweiterungsmöglichkeiten ein echt brauchbarer Heimcomputer (und Spiele-Rechner) war. Deshalb ist der Tastatur-Brotkasten für mich heute noch Kult.

    Allerdings würde ich einen stinknormalen Intel Core definitiv nicht in eine Tatstatur eingebaut kaufen – Für einen Neuwagen mit dem Komfort und den Sicherheitsfeatures eines Opel Rekord würde heute ja auch keiner mehr viel Geld ausgeben.

    Letztlich hat man lediglich das alte Design als Richtlinie genommen (und meiner Ansicht nach nicht mal richtig getroffen). C64 und Möchtegern haben außer Teilen des Hersteller-Namens nichts gemein. Aber das ist ein guter Anstoß für mich, mal wieder in den Kisten auf dem Speicher zu wühlen…

  4. trompetenkaefer meint am

    Na das ist doch mal ein innovatives Design, endlich wird mal nicht der iMac kopiert… :)

  5. goto meint am

    Zum Glück hat der einen PS2 & USB Anschluss damit man eine externe Tastatur anschließen kann. So oft wie ich aus Wut auf meine Tastatur haue, würde der nicht lange halten. ;)
    Außerdem stelle ich mir das umdrehen und draufklopfen um den Dreck raus zu bekommen auch etwas problematisch vor.

    Da bleibe ich lieber bei klar getrennten Komponenten. :>

  6. Schiwi meint am

    Also ich finde die Idee gut und das Teil ist echt stylisch. Ein Mittelding zwischen Desktop und Laptop
    Zu jedem neuem Commodore sollten sie auch zusätzlich Aros hinzufügen, zu einem Amiga gehört ja schließlich auch ein AmigaOS ;)

  7. kloagscheeter meint am

    Hi,

    heißt es nicht eher: Commodore comes back? So mit Singular-S am Verb? Oder meinst du das Comeback als Substantiv?

    Viele Grüße
    Christian

    Antwort: Uuups, ja klar! Ich und Englisch… naja. Danke für den Hinweis.

  8. Johannes meint am

    Ich galube, dass es sich hier um einen Scherz handelt.

    Die Webseite wirkt einfach zu unprofessionell, zudem wurde sie erst am 17. März registriert. Das wäre sicher früher passiert, hätte man tatsächlich einen neuen Commodore geplant.

  9. Quatschkopp meint am

    Ich bin skeptisch, was den Erfolg dieser Kiste angeht. In der Vergangenheit gab es schon oft versuche den Commodore wieder zu beleben. Wenn ich mich irre, gab es doch vor Jahren den C65 doch noch zu launchen. Es gab doch noch ein Projekt, welches den C64 in einen Joystick integriert hat?

  10. Tobi meint am

    So wie es aussieht kommt das Ding völlig ohne Kassettenlaufwerk – wie zur Hölle soll man damit irgendwas machen können?

    Antwort: Schau mal auf der linken Seite, sieht das nicht wie ein 5 ¼ – Zoll-Laufwerk aus? ;-)

  11. DIDIOpladen meint am

    Back to the FUture!
    Ja, mein AMIGA ist mir leider 2000 abgefackelt, dank dem Micronik‑(wackel)-Tower 1 Generation
    Na 10 Jahren wieder einen AMIGA… ich hab noch alles andere hier xD
    Disketten, CDs, AMIGA-Hefte…

  12. Das Wort meint am

    Wenn du BILD.de nicht als deine Quelle nennen wilsst, was man ja verstehen kann, dann nenn doch einfach neuerdings.com als Quelle :-D

  13. ThreeM meint am

    Also ich seh schon das nächste Ende einer „Commodore“ Firma. Das Teil ist so nötig wie ne Warze am hintern. Die Bauform wird sich nicht durchsetzen. 1. Den selben Sinn erfüllen Notebooks und diese sind zusätzlich noch Mobil einsetzbar. 2. Keine Erweiterungsmöglichkeit, der PCI Slot auf dem PCB ist so wie er ist unnütz. 3. Core 2 Duo oder Quad support und dann ein Intel Graphics Media Accelerator 3100 als GFX und somit keine Videobeschleunigung 4. Kein HDMI Port? 5. 2 RS 232 Serial Ports? Wozu? Ok für Cisco Admins die 2 Switchte gleichzeitig Konfigurieren wollen vielleicht ;) 1x Parallelport? Wozu? Alle aktuellen Drucker haben USB. Also Schnittstellen aus der Vergangenheit. Das mit dem Retrofeeling zu Verkaufen ist etwas bescheiden.
    Alles in allem ein zum Scheitern verurteiltes Projekt.

  14. sukram71 meint am

    Naja …

    Das Ding verbindet die Nachteile eines Notebooks mit den Nachteilen eines PCs … ^^

    Also entweder will man nen richtigen ausbaubaren PC mit genug Platz für Umbauten oder nen gutes mobiles Notebook

    Es gibt Gründe, warum man heute nicht mehr solche Computer baut.

    Antwort: Die Meinung hatte ich auch einmal. Mittlerweile bin ich kein „Schrauber“ mehr kaufe Geräte, die das machen, was ich erwarte. Deshalb finde ich die Idee nicht mal sooo schlecht.

  15. Firus meint am

    Super, C64 war mein erster Computer, schöne Zeit damals.
    Geil ist natürlich auch wieder die Brotkastenform.

    Würde ich als Arbeits-PC wahrscheinlich sofort wieder kaufen.

  16. Schiwi meint am

    Ich frag mich die ganze Zeit wer sich das Teil kaufen würde…
    „Das Ding verbindet die Nachteile eines Notebooks mit den Nachteilen eines PCs“ ist schon irgendwie richtig, das selbe ist mir auch in den Sinn gekommen ^^
    Doch ich glaube, für Firmen oder an öffentlichen Plätzen, z.B. Internetcafe’s oder für Veranstaltungen mit Leinwandübertragungen ist das Teil gut geeignet. Halt überall da, wo eine externe Maus und Tastatur unnötig oder gar stören würde und man einen großen Monitor nutzen kann/muss

  17. Bordi meint am

    Naja mal sehen was kommt, ich dachte eigentlich man hätte aus der Vergangenheit gelernt. Möglicherweise ist es ja so das der neue C64, gegenüber seinem Vorgänger modular ist.

    Wie das mit AmigaOS gehen soll ist mir schleierhaft, kann mir jedenfalls nicht vorstellen das die Workbench 1.3 nativ (ohne Emulator) auf einem Core2Quad laufen soll.



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